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15/09/2021

Die Karte für’s Portemonnaie – Wieso sie für Ihr Loyalty-Programm sinnvoll sein kann

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Bei Kundenbindungsprogrammen im B2C-Kontext stellt sich häufig die Frage nach Sinn oder Unsinn einer physischen Kundenkarte, insbesondere dann, wenn es sich bei Ihrem Geschäftsmodell nicht um ein rein online-basiertes handelt. Die Karte für's Portemonnaie ist für gewöhnlich kostspielig in der Herstellung und verursacht darüber hinaus einen gewissen logistischen Aufwand. Dennoch kann sich beides unter Umständen lohnen.

Die meisten von uns werden sich noch gut an die Zeiten erinnern können, als man das eigene Portemonnaie kaum in der Hosentasche unterbringen konnte. Das lag häufig weniger daran, dass derartige Geldmengen darin verstaut waren, sondern vielmehr an der Anzahl der Kundenkarten in Kreditkartenformat. Da mittlerweile viele dieser Karten durch virtuelle Karten, beispielsweise integriert in einer App, ersetzt wurden, hat sich der Kartendschungel in den meisten Fällen schon deutlich gelichtet. Dass viele von uns immer noch einige Karten mit sich führen ist nur ein Indiz dafür, dass diese auch durchaus immer noch Sinn ergeben können – sowohl für das ausgebende Unternehmen, als auch für den Kunden.

Der ständige Wegbegleiter mit Erinnerungsfunktion

Wenn Ihr Geschäftsmodell zumindest auch, neben einem Online-Handel, lokale Geschäfte impliziert, ist die Karte im Geldbeutel eine schöne Möglichkeit, den Kunden immer wieder dezent, unaufdringlich und kostengünstig daran zu erinnern, dass es Sie gibt. Mehr noch, es erinnert ihn auch bei jedem Blick in seine Brieftasche daran, dass er bei Ihnen gewisse Vorteile genießt. Der unterbewusste Effekt sollte nicht unterschätzt werden. Gerade bei einem standortbasierten Handel, kann dies auch durchaus den Ausschlag geben, Ihr Geschäft aufzusuchen, anstatt Ihren Mitbewerber eine Querstraße weiter.

Kostengünstiger Branding-Verstärker oder Staubfänger?

Um als zusätzlicher Verstärker für Ihr Branding zu fungieren und um zu verhindern, dass Ihre teuere Karte zwischen all den anderen Karten zum lästigen Staubfänger verkommt, ist die Kombination mit gezielten Erinnerungen an die Karte zwingend erforderlich. Dies kann über alle zur Verfügung stehenden Kanäle geschehen, über Print, e-Mail, Push-Nachrichten und natürlich ganz wichtig, an der Kasse.

Wenn Sie sich für ein Status-Level-Konzept entschieden haben, sollte vor allem die Zustellung der neuen Karte ausgiebig als Kommunikationsanlass genutzt werden. Hier können Coupons als zusätzlicher Anreiz für den nächsten Besuch ausgespielt werden.

Mehr zum Einsatz von Coupons und Vouchers erfahren Sie in unserem Webinar “Nutzung von Coupons & Vouchers in Loyalty-Programmen”.

Ein weitere Anreiz zur Nutzung: Die Bezahlfunktion

Eine weitere charmante und obendrein noch lukrative Möglichkeit, die Nutzungsquote Ihrer Karte zu steigern besteht darin, in diese eine Bezahlfunktion zu integrieren. Der hierfür notwendige Chip macht die Produktion der Karte zwar noch etwas kostspieliger und die Logistik noch aufwändiger, doch im Gegenzug dafür erhalten Sie nicht nur eine Karte, die auch garantiert genutzt wird. Über entsprechende Vereinbarungen mit dem entsprechenden Kreditinstitut, können Sie am Umsatz teilhaben und die Karte somit vom Kostenfaktor zum Geschäftsmodell umwandeln.

Wenn Ihr Geschäftsmodell ausschließlich auf Online-Handel ausgerichtet ist und somit keinerlei direkter Face-to-Face-Kontakt mit dem Kunden stattfindet, sind die hier genannten Überlegungen zu einer echten Karte zwar nicht automatisch alle hinfällig, aber selbstredend deutlich weniger relevant.

Wie gut kennen Sie Ihre Kunden?

Wie so oft im Marketing, hängt der Erfolg und somit die Richtigkeit einer Maßnahme auch in diesem Fall maßgeblich davon ab, wie gut sie zur Zielgruppe passt. Gerade heutzutage sind bereits die meisten Menschen über 60 zwar durchaus regelmäßig online und shoppen auch gerne dort, haben aber dennoch eine hohe Affinität zu klassischen Offline-Medien.

Die Entscheidung für oder gegen die Einführung einer “echten” Kundenkarte, sollte also nicht ausschließlich von den Kosten abhängig gemacht werden. Es lohnt sich eine gründliche Analyse der eigenen Kundschaft sowie der Marktteilnehmer insgesamt.

Mehr zu diesem und vielen anderen Themen rund um die Welt der Loyalty-Programme finden Sie in unserem strategische Leitfaden.

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Patrick Graab

Marketing Lead DACH

  • Erfahrung in den Bereichen Business Case-Management, fachliche Konzeption, Anforderungsmanagement und Journey-Implementierung
  • Marketing-Enthusiast mit mehr als 18 Jahren Erfahrung
  • Mehrfach zertifizierter Salesforce Administrator, Consultant & Pardot Spezialist

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